Erhöhte Eiweißwerte im Blut – Was Du wissen solltest

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Erhöhte Eiweißwerte im Blut

Eiweißstoffe, auch Proteine genannt, fungieren als Stabilisatoren der physikalischen Eigenschaften des Blutes und als Transporter für verschiedene Stoffe. Manchmal haben wir erhöhte Eiweißwerte im Blut. Was dies zu bedeuten hat und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier. Zusätzlich zeigen wir dir unsere TOP3 Buch Empfehlungen für gesundes Essen.

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Spricht ein Mediziner von Eiweißwerten im Blut, so meint er damit das sich im Körper befindliche Gesamteiweiß.

Das Albumin ist der größte Eiweißbestandteil im Blutplasma und wird in der Leber gebildet. Aufgrund seiner Aufgabe, die Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Druckes, zählt es zu den wichtigsten Bluteiweißen. Der Kolloid osmotische Druck ist zuständig für den Flüssigkeitsbestand im Blut. Fällt dieser ab, kann die Flüssigkeit nicht mehr gehalten werden und strömt in das Gewebe ab, wodurch sich Ödeme bilden können. Das Albumin kann nicht nur mittels einer Blutprobe, sondern auch im Urin oder Liquor gemessen werden.

Fibrinogen ist ein wesentlicher Bestandteil der Blutgerinnung. Diese Vorstufe des Fibrins bildet dem Blutpfropfen, der zur Blutstillung führt. Es wird bei Verdacht auf Gerinnungsstörungen und zur Abklärung des Herzinfarktrisikos bestimmt.

Zu weiteren Proteinen zählen die Immunglobuline. Diese sogenannten Antikörper sind zuständig für die Bekämpfung von Krankheitserregern und sonstigen Fremdkörpern. Ist dieser Wert erniedrigt, liegt eine Störung des Immunsystems vor. Bei einer Erhöhung dieses Wertes kann man von einer chronischen Entzündung ausgehen. Bei erhöhter Infektanfälligkeit, Verdacht auf Antikörper-Mangel-Syndrome, zur Verlaufskontrolle bei chronischen Infektionen, Auto-Immunerkrankungen und Lebererkrankungen wird dieser Wert bestimmt.

Der Eiweißwert im Blut sollte zwischen 60 g/l und 84 g/l liegen. Dies kann aufgrund der unterschiedlichen Messmethoden von Labor zu Labor variieren und sollte daher nach dem Ergebnis mit dem Arzt besprochen werden.

Um den Eiweißwert im Blut zu bestimmen, wird eine Blutprobe mittels Elektrophorese untersucht. Die Elektrophorese ermöglicht es den Medizinern den Gesamteiweißgehalt zu analysieren. Die Proteine werden aufgespalten und in ihren Unterklassen identifiziert. Somit lassen sich die einzelnen Bestandteile erkennen, die dann eine genaue Diagnose erlauben.

Eiweißwerte im Blut erhöht – Was bedeutet das?

Kommt es zu einem Mangel von Albumin, so fällt der Kolloid osmotische Druck ab. Die Flüssigkeit kann nicht mehr ausreichend in den Blutgefäßen gehalten werden und tritt in das Gewebe über. Dadurch können Ödeme entstehen. Ist dieser Eiweißwert im Blut erhöht, so weist dies auf zu wenig Flüssigkeit hin. Es deutet nicht auf eine generelle Erhöhung des Eiweißwertes im Blut hin, sondern darauf, dass das Verhältnis des Albumin zur Flüssigkeit nicht mehr stimmt.

Erhöhte Eiweißwerte im Blut können auch mit einer Gerinnungsstörung einhergehen. Da Fibrinogen für die Bildung der Blutpfropfen zuständig ist, steigt bei einer Erhöhung auch die Gefahr einer Thrombose.

Ein erhöhter Eiweißwert kann auch ein Zeichen für eine chronische Infektionskrankheit sein, oder auf eine Entzündung hinweisen.

Eiweißwerte im Blut zu hoch – Ursachen

Die möglichen Ursachen für erhöhte Eiweißwerte im Blut können sehr vielfältig und auch unterschiedlich gefährlich sein, daher gilt es, diese unbedingt mit einem Arzt abzuklären. Einer der häufigsten Gründe ist eine Unstimmigkeit im Flüssigkeitshaushalt. Leidet man über längere Zeit an starkem Durchfall und nimmt zu wenig Flüssigkeit zu sich, so steigen die Eiweißwerte im Blut zu hoch. Ein weiterer Grund für einen unstimmigen Flüssigkeitshaushalt kann eine Nierenerkrankung sein.

Betreffen die erhöhten Eiweißwerte im Blut vor allem die Immunglobuline, so kann man von einer chronischen Entzündung als Ursache ausgehen, da diese für die Immunantwort zuständig sind.

Erhöhte Eiweißwerte im Blut können aber auch auf eine Tumorerkrankung hinweisen. Einige Tumore führen zu einer verstärkten Ausschüttung von Proteinen, wodurch der Eiweißwert zu sogenannten Tumormarkern zählt.

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