Der moderne Vater – Elternzeitantrag Vater

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Moderne Papas und Elternzeitantrag Vater

Die Kombination von Familie und Arbeit ist heutzutage schwieriger denn
je. Um Mütter das Management des Alltags organisatorisch zu erleichtern,
wurde das Modell „Elternzeitantrag Vater“ ins Leben gerufen.
Doch wie stark findet diese Umstrukturierung Anklang in der Bevölkerung? Hier eine Analyse der letzten Jahre:

Gründe die für einen Elternzeitantrag des Vaters sprechen:

Die Geburt eines Kindes stellt das ganze bisherige Leben auf den Kopf. Das gesamte Familienleben verändert sich und muss auf die neue Situation angepasst werden. Vor allem Beziehungen werden auf eine harte Belastungsprobe gestellt.

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Insbesondere Mütter, die beruflich sehr erfolgreich sind stehen vor dem Problem sich Zeit für ihre Familie nehmen zu wollen und sich weiterhin aktiv bei der Arbeit zu engagieren. Die neue Regelung, dass nun auch Elternzeitanträge von Vätern eingereicht werden können, soll modernen Familien entgegenkommen.

Ein klarer Vorteil besteht darin, dass die Bindung zwischen Vater und Kind gefördert wird, da sich dieser nun auch tagsüber kümmern kann. Der Vater wird anhand der Elternzeit stärker im Familienleben eingebunden, er lernt somit den Tätigkeitsumfang seiner Frau genauer kennen und zu schätzen. Gemeinsam mehr Zeit zu verbringen erleichtert die Eingewöhnungsphase ungemein. Durch die Elternzeit des Partners kann sich die Mutter entspannter dem Leistungsdruck des Berufsalltags stellen.

Daten und Fakten zum Elternzeitantrag

Im Jahr 2016 nahmen rund 12 Prozent mehr aller Väter Elternzeit in Anspruch als im Jahr zuvor. Umgerechnet waren das in etwa 365.000 Männer. Eine genauere Analyse der Zahlen zeigt, dass sich die Häufigkeiten des Elternzeitantrag Vater geographisch einordnen lassen.

Spitzenreiter im vergangenen Jahr ist Sachsen mit insgesamt 26,5 Prozent der Väter, welche den Schritt in die Elternzeit gewagt haben. Die geringste Quote hingegen verzeichnet das Saarland, mit 17 Prozent der Väter.

Allerdings bezogen die Männer mit einen Elternzeitantrag Vater eine recht überschaubare Bezugsdauer von durchschnittlich nur 3,4 Monaten. Seit Gewährung des Elterngeld Plus stieg der Anteil leicht auf 3,5 Monate an.

Mütter hingegen gingen im Durchschnitt 13,3 Monate in Elternzeit. Die neue Variante des Elterngeldbezugs verringert den monatlichen Auszahlungsbetrag um die Hälfte, dafür verdoppelt sich aber die Zahlungsdauer. Bei voller Ausschöpfung beider Elternteile kann so eine Bezugsdauer von insgesamt 32 Monaten erzielt werden.

Dieses Modell unterstützt vor allem die Teilzeitarbeit und kommt so einigen jungen Müttern entgegen. Jede fünfte Mutter entschied sich für die neue Variante.  Die Auswertungen der Geburten im Zeitraum April bis Juni 2015 zeigen, dass knapp 36 Prozent aller Väter Elterngeld erhielten. Bei den Müttern lag der Anteil bei 95 Prozent.

Wie sehen die Prognosen der kommenden Jahre aus?

Die Lebensbereiche Beruf und Familie werden künftig immer stärker ineinander greifen. Trendforscher meinen, dass der Anteil von Vätern in Elternzeit weiter wachsen wird. Viele Geschäftsführer sind positiv gegenüber einem Elternzeitantrag für Väter eingestellt. Dies erleichtert die Work Life Balance der kommenden Generationen. Die Rolle des Vaters in der Familie wird ebenso zunehmen, wie der Frauenanteil in der Arbeitswelt.

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